Fastnachtsfete im Terminal (8.2.2002)

   
Skurriles Publikum traf sich am Freitag abend im Terminal I.

   
Bunte, schöne, schillernde, lebendige Menschen jeden Alters.




Soviel Leben zieht natürlich auch die grauen Herren, die wir aus Momo kennen, magisch an.










Jeder hatte Musikinstrumente. Viele auch Transparente.



Einer ging in die Bütt:

KOCH UN FRAPORT UFFGEPASST -
DIE OHRE UFF UN NIX VERPASST
JETZT LESEN WIR EUCH DIE LEVITEN,
AUF DASS IHR ÄNDERT EURE SITTEN!

Laßt jaaa die Finger von der Nacht
gekürzt wird nix - denn Nacht ist Nacht
Acht Stunde die vergehn im Nu,
die wolle mir - die stehn uns zu.

Denn unsern Schlaf, den brauche mir,
sonst gude Nacht, der Wirtschaft hier,
dann wird gegähnt und nix geschafft,
die Hesse sinn dann abgeschlafft.

Dann wern mir fleißig Kopfweh krieje
un uns nur bei de Ärzt abmühe
die Arbeit kann de Bender schaffe
denn wo der wohnt, kann man noch schlafe.

Wir wisse, Ihr finds gar nit schee,
Euch duhn die langen Nächte weh
denn hätt Gott-Koch die Welt gemacht,
dann wär von 3 - 4 die Nacht.

Wenns nach Euch ging - oh welcher Graus
wärn wir im Käfig statt im Haus,
an frischer Luft spazierengehn
das war einmal, doch es war schön.

Statt Blumenduft auf allen Wiesen
gibts Kerosin dann zum Geniessen
Wo früher quakte noch der Frosch
steht dann ein Denkmal für den Posch.

Er hält in seiner linken Hand
die allerneuste Schallschutzwand
und in der rechten voller Hohn,
den letzten Baum aus der Region.

Ob Börner, Eichel oder Koch,
es wird geloooche noch und noch.
Dass niemals mehr ein Stückche Wald,
so hat es durch das Land geschallt
für diesen Airport fallen darf
und wer's doch tut, der kriegt ne Straf.

Das dumm Geschwätz ist 20 Jahr alt
und aus de Beem, da wurd de Bannwald -
dann streicht man einfach Paragraphe
dann kann man fälle - ohne Strafe.

Was reimt sich denn auf Roland Koch:
na vom Ozon des große Loch
und Luftverschmutzung noch und noch
und kranke Mensche Woch für Woch
und Hesse unterm Schallschutz-Joch.

Die Jobs die komme, sind fatal,
mehr Arbeitsplätze im Spital
Doch Roland Koch, der ist nicht dumm,
wird Vorstand dann im Klinikum.

Doch Koch, auch wenn es Dir nicht passt,
Du sägst an Deinem eignen Ast.
Wir wisse lange schon in Hesse
Politiker kann man vergesse.

Habt Ihr denn einmal nachgedacht?
Die Fraport hat doch hier die Macht!
Die macht aus Euch nur Geldanbeter,
Ihr armen Obrigkeitsvertreter !

Nicht unser Wohl beachtet Ihr
Ihr strebt nur nach Profit voll Gier
Und hätt die Höll `nen Aufsichtrat
Ihr ständet auch noch dort parat.

Die Zukunft für die ganz Region
hängt ab von Hilfsarbeiterlohn
Damit kann man nur Dumme kaufe,
die in dem Landtag dumm rauflaufe.

Denk endlich mal bis an den Schluss
der Ausbau wär der Todesschuss
für Mensch, Natur und für das Tier
und alles wegen Wachstums-Gier.

Nur   u n s   kann man mit gar nichts kaufe -
doch   o h n e   uns wird gar nichts laufe
Ihr braucht die Menschen - nicht Beton
denn nur mit uns lebt die Region.
Und die wird sich auch dann noch mucken
und wird sich niemals unterducken
solang bis alle Köpfe rollen,
die das Gebiet zerstören wollen.

Uns ist der Wald, uns ist die Luft
und wenn Ihr dann zu Wahlen ruft,
wird Euch die Rechnung präsentiert
vom Wählervolk dann garantiert.

Noch ist der Zug nicht abgefahren,
noch kann man unsre Zukunft wahren,
Sagt endlich nein zu diesem Wahn
und stoppt die neue Landebahn.

Schluss 1:
Den Krach, den Ihr uns täglich macht,
den haben wir heut mitgebracht,
wir machen   E u c h   jetzt den Radau
den Ihr sonst macht, das war's - Helau.

Schluss 2:
Zum Schluß noch ein Gebet zur Nacht
das sich ein Narr hat ausgedacht:
Gott schütz die Menschen weit und breit
vor Fraport und vor andrem Leid.
Vor hirnlosem Begehren,
und sinnlosem Zerstören,
vor abgeholzten Wäldern
und Pisten auf den Feldern,
vor schlechten Volksvertretern
und bösen Geld-Anbetern.
vor Krankheit und auch vor Radau
in Ewigkeit, das war's - Helau.



Die sonst so hektischen Passagiere hörten gebannt zu.


Das Fazit dieser Fete:



denn wir sind nicht nur das Volk, sondern auch ...





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