Ehemals 'Aktuelles' vom 2. Quartal 2006
30.06.2006: "Initiative Luftverkehr für Deutschland" - die schlechteste Webseite weit und breit
Die Webseite dieser Vereinigung ist eine Zumutung:
- Da werden rückwirkend Pressemitteilungen geändert
- Lange Zeit gab es kein Impressum
- Jetzt wurden rückwirkend wieder einige Pressemitteilungen ins Netz gestellt
- ...
Wir berichteten schon mehrmals (zuletzt am 05.08.2004) über die unsäglich schlechte Arbeit
dieser sog. "Initiative" - fast jede BI arbeitet professioneller.
Da wir vor kurzem wieder einige, mehere Wochen zurückdatierte, Pressemitteilungen
gefunden haben - aber das Treiben dieser ehrenwerten Herrschaften
nicht unbeobachtet bleiben soll - hier eine Liste aller Pressemitteilungen:
| 19.06.2006 |
Bundesverkehrsminister Tiefensee begrüßt Handlungsempfehlungen der Initiative "Luftverkehr für Deutschland" für zukunftsfähigen Standort |
| 13.06.2006 |
Luftverkehrsforscher: Liberalisierungserfolge für Standort Deutschland nutzen |
| 04.05.2006 |
Europäischer Luftverkehrsgipfel: Branche für Wettbewerb stärken |
| 07.04.2006 |
Initiative "Luftverkehr für Deutschland" begrüßt EU-Gerichtsentscheid |
| 17.03.2006 |
Initiative "Luftverkehr für Deutschland" begrüßt Entscheidung zum Bau von BBI |
| 29.11.2005 |
Luftverkehrsinitiative für Deutschland begrüßt Kapazitätsausbau in München |
| 15.08.2005 |
Luftverkehrsinitiative begrüßt Privatisierungspläne des Bundes für DFS |
| 01.07.2005 |
Perspektiven des deutschen Luftverkehrs / Programm für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze |
| 20.10.2004 |
Zwischenbericht der "Initiative Luftverkehr für Deutschland" |
| 26.07.2004 |
Schwerpunktthema "Fliegen in Europa" im Rheinischen Merkur |
| 17.05.2004 |
BDI-Präsident Rogowski fordert Flughafen-Ausbau in Frankfurt |
| 05.05.2004 |
Initiative "Luftverkehr für Deutschland" |
| 07.04.2004 |
Fahrplan für die Zukunft |
| 07.04.2004 |
Verschärfter Wettbewerb |
| 07.04.2004 |
Wirtschaftsmotor Luftverkehr |
| 07.04.2004 |
Ungleiche Kosten |
| 07.04.2004 |
Luftverkehr macht mobil |
| 07.04.2004 |
Blick nach vorn |
| 07.04.2004 |
Der Himmel voller Geigen |
| 07.04.2004 |
Stolpe: Gemeinsame Initiative stärkt deutschen Luftverkehr |
| 07.04.2004 |
Initiative "Luftverkehr für Deutschland" präsentiert Ergebnisse |
| 11.02.2004 |
Deutsche Luftfahrt erleidet Nachteile in Milliardenhöhe |
| 29.09.2003 |
Initiative "Luftverkehr für Deutschland" auf den Weg gebracht |
| 24.06.2003 |
Mit der Initiative "Luftverkehr für Deutschland" werden neue Impulse erwartet |
12.06.2006: Wir gehen nach Berlin!
Übergabe einer bundesweiten Resolution gegen das neue Fluglärmschutzgesetz.
"Lieber kein Gesetz als dieses!"
"Wer Fluglärm wegrechnet, macht Menschen krank!"
"Dieses Gesetz schützt den Fluglärm und NICHT den Menschen!"
Am Freitag, den 23.06. gegen 12.00 Uhr wird
am Eingang des Reichstages die Resolution an die zuständigen
Bundestagsabgeordneten übergeben.
Teilnehmen werden:
- Kommunalpolitiker und Bürgerinitiativen aller größerer deutscher Flughafenstandorte.
- Lärmschutzverbände
- Die Kommunalpolitiker, deren Städte in der Zukunft Rhein-Main organisiert sind. Diese fahren mit dem Zug nach Berlin.
- Kommunalpolitiker aus anderen Städten rund um den Frankfurter Flughafen (z.B. Offenbach). Diese organisieren Hin- und Rückfahrt selbst.
- Mitglieder der Bürgerinitiativen, interessierte Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtliche Kommunalpolitiker.
Hier werden einzelne Städte (z.B. Raunheim) kostenlos Busse bereitstellen, die Hin- und Rückfahrt sicherstellen.
Die Teilnehmer der verschiedenen Flughafenstandorte bringen bitte ein Schild mit, aus dem hervorgeht, welchen fluglärmbetroffenen Flughafenstandort sie repräsentieren.
05.06.2006: Was hat die Deutsche Lufthansa AG mit Kriminellen gemein?
1. Lufthansa ist kriminell
Wg. unerlauber Preisabsprachen muss sie 1 Million € Strafe zahlen.
2. Lufthansa versucht Unliebsame zu kriminalisieren
Der Versuch libertad.de zu kriminaliseren scheiterte letzte Woche.
Ein kleiner Bericht von unserem gestrigen Fest.
28.05.2006: Wir feiern einen Etappensieg
Vor 5 Jahren noch prognostizierte Herr Bender den Untergang des westlichen
Abendlandes, falls die NW-Landbahn nicht zur Fußball WM fertig sein sollte.
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Die damaligen Beschwörungsformeln von Landesregierung und Fraport lassen nur einen Schluß zu:
WM abgesagt, da Landebahn nicht fertig
Zitate aus dieser Zeit:
"Die neue Landebahn werde 2006 in Betrieb gehen, pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft, ist Flughafenchef Wilhelm Bender überzeugt." (ZEIT 24.05.2001)

Auch das Airrail Center war ein Flop:
"Fertig sein soll diese 'erste Adresse' Frankfurts, eine Investition von einer halben Milliarde Euro, im Jahr 2006 rechtzeitig zur Fußballweltmeisterschaft.", glauben Koch und Schölch noch im November 2002. (FAZ 23.11.2002) |
Ohne unsere Verdienste zu schmälern, muss aber deutlich gesagt werden:
Die schlampige Arbeit Fraports, die auf dem Glauben beruht "die hessische Landesregierung wird's schon richten"
war unser wichtigster Verbündeter bei diesem halben Jahrzehnt Planungsverzug.
Erst letzte Woche hat Fraport seine Bedarfsprognose - die Basis auf die sich alle Gutachten beziehen - auf Druck vom Regierungspräsidium nach oben korrigieren müssen.
Die WM fängt in Kürze an, die Eröffnung der Bahn liegt in weiter Ferne,
die DFS kündigt eine massive Erhöhung der Flugbewegungszahlen für die WM-Zeit an (offensichtlich gibt es noch genügend Kapazitätsreserven bei Fraport) und
das westliche Abendland ist nicht untergegangen.
Diesen Etappensieg feiern wir am Pfingstsonntag,
mit "Kind und Kegel", im Kelsterbacher Wald auf einer Lichtung nahe beim Mönchwaldsee.
Für Kaffee, Kuchen und alles weitere außer Grillgut ist gesorgt.
Termin: Pfingstsonntag, 4. Juni 2006 ab 14 Uhr
Anfahrt: Siehe Anfahrtsskizze
28.04.2006: Unsere Auswertung der Fraport Messung
Am 16.04.2006 haben wir den Fraport-Bericht zu den Eppsteiner
Fluglärmmessungen veröffentlicht.
Jetzt ist unsere Auswertung des Fraport-Berichts und unserer
Vegleichsmessung abgeschlossen.
Das Ergebnis ist schlimmer als erwartet:
- Die Messdaten von Fraport sind, wie zu erwarten, deckungsgleich mit Unseren.

- Auswertung nachts
Im Messzeitraum war keine typische Ost/West Betriebsrichtungsverteilung. Das haben wir umgerechnet.
Der Messzeitraum enthielt auch sehr verkehrsarme Monate. Das haben wir auf die verkehrsreichen Sommermonate umgerechnet.
Sommer deshalb, weil dann die meisten Menschen mit gekippten oder geöffneten Fenstern schlafen - und damit
dem Nachtfluglärm am meisten ausgesetzt sind.
Als letztes haben wir die Zahlen auf die Betriebsrichtung 25 Tage umgelegt.
Als Bewertungskriterium haben wir den von Fraport mitgetragenen Mediationsbericht zum Ausbau des Flughafens genommen.
Das Ergebnis: Schon heute ist der Nachtfluglärm im Sommer bei gekipptem/geöffnetem Fenster und Betriebsrichtung 25 im Grenzbereich!
Der Mediationsbericht sagt:
Sollten maximale Einzelschallpegel von 52 bis 53 dB(A) nicht häufiger als 6- bis 11-mal pro Nacht überschritten werden. (Seite 48)
Wir haben jede Nacht ca. 9 Überflüge über 55 dBA und 5 Überflüge über 60 dBA.

- Auswertung tags
Wieder haben wir die Fraport-Zahlen auf die durchschnittliche Ost/West-Verteilung umgerechnet,
dabei haben wir Überflüge unter 60 dBA ignoriert.
Die 60 dBA-Schwelle haben wir gewählt, weil das die Schwelle ist,
die ein Gespräch im freien zum Erliegen bringt oder ein Radio mit Zimmerlautstärke bei gekipptem Fenster zum Verstummen“ bringt.
Dann haben wir die Verkehrszahlen auf das Jahresmittel umgerechnet,
und wieder auf die Betriebsrichtung 25 Tage umgelegt.
Das Ergebnis: Durchschnittlich gibt es an jedem Betriebsrichtungs 25 Tag im Jahr
von morgens 6 bis abends 22 Uhr alle 12,5 min einen Überflug
mit mehr als 60 dBA.

- Unsicherheitsfaktor DFS
Nicht berücksichtigen konnten wir den "täglichen Zufallsfaktor"
den uns die DFS beschert.
Die Variationsbreite, wie die DFS die Flugroute TABUM tagesaktuell interpretiert, erinnert mehr an Börsenkurse als an eine technisch saubere Planung.
Mehr dazu im ausführlichen Bericht.

- Spitzenpegel von mehr als 70 dBA - ja sogar vereinzelt mehr als 80 dBA -
sind in unserer Entfernung vom Flughafen nicht hinnehmbar. Sie zeugen von der menschenverachtenden Ignoranz
der DFS und sind fliegrisch nicht begründbar!
Den ausführlichen Bericht gibt es auch zum Download.
16.04.2006: Der Fraport Fluglärm-Messbericht zu Eppstein
Vom 05.10.2005 bis 15.11.2005 hat Fraport mit seiner mobilen
Messstation den Fluglärm in Niederjosbach gemessen - und
anschliessend vom 17.11.2005 bis 29.12.2005 in Bremthal.
Der zugehörige Messbericht wurde mit Datum vom 20.03.2006
an den Eppsteiner Magistrat geschickt.
Um den Messbericht mit unseren Vergleichsmessungen abzugleichen
benötigen wir etwas Zeit.
Nach erfolgter Auswertung werden wir unseren Bericht hier veröffentlichen.
Ein Fakt springt aber sofort ins Auge:
Immer wieder wird bestritten (selbst vom Vorsitzenden der Fluglärmkommission Herrn Jühe),
daß in unserer Gemeinde Spitzenpegel weit über 70 dBA
auftreten.
| 1. |
In dem Messzeitraum gab es 210 Überflüge in Bremthal
und 161 Überflüge in Niederjosbach, die die 70 dBA Marke überschritten.
In Bremthal wurde sogar zweimal die 80 dBA Marke "geknackt" !!!
Und das mehr als 30km nach TakeOff - eine "Glanzleistung" der DFS-Routenplanung !!! |
| 2. |
Ein weiteres mal bestätigt sich (genau wie in der, von der Stadt durchgeführten, Messung vom 26.03. - 07.05.2001), dass
Bremthal der am meisten vom Fluglärm betroffene Ortsteil Eppsteins ist. |
Bitte beachten Sie bei dem Fraport-Messbericht, dass die Fraport
mit den veralteten, aber z.Zt. noch gültigen, gesetzlichen Bedingungen aus dem Jahr 1971 operiert.
Diese Auswertungsmethode entspricht weder dem aktuellen Wissensstand,
noch der EU-Gesetzgebung und rechnet den Lärm nicht nur, wie alle Durchschnittbetrachtungen,
nach unten - die Leq(4) Betrachtung reduziert den Wert zusätzlich.
PS: Die Protokolle vom Erörterungstermin sind jetzt bis Mitte Februar online.
Siehe dazu unseren Bericht vom 28.01.2006.
04.04.2006: Dieke schiebt "schwarzen Peter" zu Rhiel
Nachdem RP Dieke den Erörterungstermin immer wieder
im Sinne von Lufthansa und Fraport durchgezogen hat,
fängt er jetzt an seine Hände in Unschuld zu waschen.
Dieke schiebt den schwarzen Peter an Rhiel.
In der gestrigen Pressekonferenz sagte er wörtlich:

"Wir haben noch bei so vielen Punkten Nachforderungen, wahrscheinlich, stellen müssen -
oder die Planfeststellungsbehörde wird die Nachforderungen auf unsere Empfehlung hin wohl vornehmen,
dass noch eine Menge nachgearbeitet wird.
Und ich traue mir nicht zu zu sagen ob die Probleme die noch vorhanden sind
tatsächlich so gelöst werden können,
dass man mit einem Planfeststellungsbeschluss Ende nächsten Jahres
heute schon mit Gewissheit sprechen kann."
Der Erörterungstermin mit Presseberichten, Protokollen und den Akten, deren Enisicht gerichtlich erzwungenen wurde.
Petition Flugsicherungsgesetz
In den kommenden Tagen wird der Verkehrsausschuss des Deutschen
Bundestag mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit dem Parlament den Rat
erteilen dem Entwurf eines sogenannten Flugsicherungsgesetzes
zuzustimmen.
Mit der Annahme dieses Gesetzes wird der Weg frei gemacht für den
Verkauf der DFS (Deutsche Flugsicherung GmbH). Als potenzielle Käufer haben
sich bereits Lufthansa und Fraport angekündigt.
Stellen Sie sich einmal vor welche Macht entsteht, wenn zukünftig
Airlines, Flughafenbetreiber und Flugsicherung an einem Strang
ziehen.
Schon heute besitzt die Lufthansa 10% von Fraport.
Um dies zu verhindern wurde eine Petition im Deutschen Bundestag
eingebracht, die sich gegen dieses Gesetz richtet. Die Petition kann bis
zum 12. April auf elektronischem Weg mitgezeichnet werden.
Direktlink um die Petition zu unterstützen
02.04.2006: Klammheimliche Freude
Die Kommunalwahl in Eppstein brachte das - mehr oder weniger - übliche Ergebnis:
| Abgegebene Stimmen | das entspricht ../..% der Wahlberechtigten Eppsteins |
| 48,1% | 23,2% | CDU |
| 22,6% | 10,9% | SPD |
| 11,0% | 5,3% | FWG |
| 9,7% | 4,7% | Grüne |
| 8,6% | 4,1% | FDP |
Mit großer Genugtuung, haben wir jedoch festgestellt, daß
der Stadtverordnete Fink, der uns immer wieder mal mit Strafandrohungen
konfrontierte (siehe u.a. die "Die Reuling/Fink/Busch/Koch-Affäre" vom 19.4.2002), von seiner eigenen Partei abgestraft wurde.
Herr Fink wurde von den CDU-Wählern von Listenplatz 19 auf Position 26 "abgewählt"
und ist damit nicht mehr im Stadtverordnetenparlament - und auch seine Nachrückerchancen
(mit deren Hilfe er es das letzte mal schaffte) sind sehr gering.