Aktuelles
03.09.2010: Wie geht's weiter?
Sie haben ja sicher schon mitbekommen, dass unsere tagesaktuellen Berichte
sehr zurückgegangen sind.
Das liegt nicht daran, daß wir uns "auf die faule Haut legen"
oder unser Engagement abgenommen hat.
Das Gegenteil ist der Fall !!!
Wir arbeiten an einem großen Projekt, das alle unsere Ressourcen bindet
und dem auch leider unser Pressearchiv zum Opfer gefallen ist.
Wir hoffen, daß wir in 6 bis 12 Monaten wieder zu unserer "alten Hochform"
auflaufen.
Das mag als lange Zeit erscheinen. Aber jeder, der mit unserer Situation vertraut ist weiß:

Nach dem Ausbau ist vor dem Ausbau !

So gesehen sollte diese Zeit "verschmerzbar" sein.
Bis dahin werden wir nur einzelne besonders wichtige Entwicklungen
dokumentieren.
Zur aktuellen Information empfehlen wir:

Noch eine Abschlußbemerkung zum Pressearchiv:
Die Sammlung der Artikel läuft im Hintergrund weiter.
Wann immer sich in der Zukunft genügend Unterstützer finden (siehe unseren Hintergrundbericht 'Einstellung des Presse-Archivs ')
werden wir die Arbeit wieder aufnehmen und nach und nach auch die Lücken
wieder füllen können.
01.08.2010: Demoauflage in Braunschweig
Der Landkreis Gifhorn genehmigte eine Demo gegen den Flughafenausbau Braunschweig
nur unter der Auflage, dass "65 dB(A) (gemessen am nächstgelegenen Fenster eines Wohnraums)"
nicht überschritten werden.
Wenn der Flughafenausbau mit genau derselben Auflage genehmigt würde, bräuchte man keine Demos mehr zu machen.
18.06.2010: Nachts muss Ruhe sein
Wehren Sie sich gegen die geplante Änderung des § 29 b LuftVG!
Eine Initiative von Zukunft Rhein-Main.
Der Initiative Zukunft Rhein-Main gehören über 30 Städte, Landkreise, Kommunen und Verbände an.
Link zur bundesweiten Unterschriften-Aktion und zur Briefaktion
www.zukunft-rhein-main.de
30.04.2010: Lufthansa: Selbst das Kapital wird nervös
Vorgestern hat der "Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V."
eine Pressemitteilung unter dem Titel

Kranich macht krank

herausgegeben.
Ein bemerkenswerter Vorgang
19.04.2010: Schmarotzer
Und schon hängt die Luftverkahrsbranche wieder am Tropf des Steuerzahlers.
Nicht nur, daß der Luftverkehr chronisch am Subventionstropf hängt - jedesmal, wenn irgendwo auf diesem Globus etwas passiert (und irgendwo auf dem Globus passiert immer irgendetwas)
hält Lufthansa & Co die Hand auf und will zusätzlich entschädigt werden.
Ob 11. September, Vogelgrippe, Schweingrippe, Finanzcrash, Vulkanausbruch - immer halten diese ehrenwerten Herren die Hand auf.
In jeder anderen Branche muß so kalkuliert werden, dass auch Krisen überstanden werden können - und wer das nicht macht, ist bei der nächsten Krise Pleite.
29.03.2010: DFS dementiert - ohne "Butter bei die Fisch zu geben"
Über eine gratis Werbe-Postille im Main-Taunus Kreis lässt die DFS
ein Dementi zu Michael Krafts (DFS) Aussage vom 11.03.2010 verbreiten.
Zu diesem Dementi:
- Es verwundert sehr, dass dieses Dementi in keiner einzigen "ehrlichen" Zeitung erschienen ist.

- Weiterhin widerspicht sich das 'Dementi' in sich:
In der "Überschrift heißt es
"Startende Flugzeuge werden Südschleife ab 2011 nutzen"
Weiter unten im Text heißt es
"
werde die Südumfliegung anfangs
noch nicht so häufig genutzt"
Herr Kraft sagte nichts anderes, als dass die "Südumfliegung" frühestens 2020 eingeführt wird,
das Dementi besagt nichts anderes als dass die "Südumfliegung" noch nicht bei Inbetriebnahme der NW-Bahn geflogen wird, sondern erst später.
Liebe DFS - wir fordern euch zum wiederholten Male auf:
"Rumeinern" ist nicht mehr angesagt - rückt endlich raus mit verbindlichen Aussagen!
Solange ihr nicht ehrlich seid, glauben wir euch kein Wort,
selbst wenn ihr in der "Valium für's Volk"-Veranstaltung namens FFR (Forum Flughafen und Region)
uns fast täglich die Heilslehren von dem immer leiser werdenden Luftverkehr versprecht!
20.03.2010: Lügen, Lügen - nichts als Lügen
Am Mittwoch dieser Woche flog eine weitere Lüge der Lufthansa auf:
In einer Präsentation erläuterte sie, dass sie nach dem Ausbau in Frankfurt
von einer "Minimum Connection Time" (MCT) von 60 Minuten ausgeht.
Erinnern wir uns:
Bei der frühzeitigen Vorfestlegung auf die NordWest-Variante sind massenweise
Varianten unter den Tisch gefallen, weil sie eine MCT von mehr als 45 Minuten hatten.
Neuerdings scheint das aber keine Rolle mehr zu spielen!
Nichts - aber auch garnichts ist an diesem Ausbauprojekt mit rechtsstaatlichen Mitteln zugegangen:
- Der klammheimlich vorweggenommene Ausbau am Himmel
Am 19.04.2001 überrascht die DFS die Rhein-Main-Bevölkerung
mit neuen Flugrouten, die angeblich notwendig sind weil es eine
europäische Luftraum-Umstrukturierung gibt.

Verschweigen tut die DFS, dass es genau andersrum war:
Die europäische Umstrukturierung wurde als Anlass genommen um
klammheimlich den Ausbau in der Luft vorweg zu nehmen.
[Siehe unsere Doku Die neuen Flugrouten]

Seit Donnerstag letzter Woche (fast exakt 9 Jahre nach dem 19.04.2001) ist es amtlich:
Die DFS erklärte den versammelten Kommunen, dass genau die Routen geflogen werden, die
sie am 19.04.2001 eingeführt hat.

- Die "Mini"-A380-Halle
Wenige Tage nachdem der VGH dem Bau der Halle zustimmt,
erklärt die Lufthansa, dass die Halle nur halb so groß gebaut wird -
der Wald wird aber trotzdem komplett abgeholzt.
[Siehe unsere Doku Die A-380 Wartungshalle]

- Das Terminal 3 (T3), das erst mit der 5. Piste (Südbahn) benötigt wird
Direkt nachdem die Baugenehmigung durch den VGH abgesegnet wurde, erklärt der neue Fraport-Chef Schulte,
daß das T3 vorerst nicht benötigt wird.

Ein eindeutiger Fall von unzulässiger Vorratsplanung, die mittels gelogener Planzahlen schon jetzt erzwungen wurde.
[Siehe Pressemitteilung der Fraport AG]

- Das getürkte Raumordnungverfahren (ROV)
Das Ergebnis des Verfahrens wurde vom Ministerpräsidenten umgeschrieben.
Der ursprügliche Satz (Fassung vom Regierungspräsidenten):
"Die Verwirklichung des Vorhabens in den Varianten Nordwest, Nordost und Süd, ist mit den Erfordernissen der Raumordnung nicht vereinbar, da und solange ihre folgenden Ziele des Regionalplanes Südhessen entgegenstehen."
wurde geändert in
"Die Vereinbarkeit der Vorhabensvarianten Nordwest und Nordost mit den Erfordernissen der Raumordnung, kann hergestellt werden, wenn das Planänderungsverfahren zu einer Änderung der unter Ziffer 2 genannten Ziele führen wird."
[Siehe unsere Doku Das Ergebnis vom Raumordnungsverfahren]

- Das versprochene Nachtflugverbot
Das Nachtflugverbot war immer untrennbar mit dem Ausbau verbunden. Der politische Konsens, der in unzähligen Protokollen und Interwievs immer wieder beteuert wurde, lautete:
Kein Ausbau ohne Nachtflugverbot

Dass im Planfeststellungsbeschluss (PFB) dann doch 17 Nachtflüge drinstanden wurde mit
der "Rechtssicherheit" begründet.

Das VGH hat diese Rechtssicherheit hergestellt und sagte: "Weg mit den Nachtflügen - mit Nachtflügen ist der PFB rechtlich nicht haltbar" -
und was machen unsere Herren Koch (CDU), Posch (FDP) und Hahn (FDP):
Genau gegen diese Rechtssicherheit wollen CDU und FDP jetzt klagen - das Argument ist unverändert: "Wir streben Rechtssicherheit an"
[Siehe unsere Doku Presseberichte seit dem VGH-Urteil]

- Die benötigte Kapazität
Bei jeder Ausbauentscheidung argumentiert Politik und Fraport unisono mit dem nationalen
Gemeinwohl, welches ohne Bereitstellung der benötigten Kapazität gefährdet wäre.
Diese Argumentation wurde vom VGH übernommen.

Genau wie bei der A380-Halle und dem T3, erklärt Fraport einige Tage später:
Wir haben Probleme unsere Kapazitäten auszulasten, daher werden wir ab sofort um Billigflieger werben.
[Siehe unsere Doku F.A.Z. vom 7.9.2009: Fraport wirbt um Billigfluggesellschaften]
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