Gestern / Heute / Morgen
Vergangenheit und Gegenwart
Am 19.4.2001 wurde die Zahl der Ein-/Ausflugpunkte von 4 auf 6 erhöht.
Einflugpunkte alt: GED, PSA, RUDUS
Einflugpunkte neu: GED, PSA, ETARU, EPINO
Ausflugpunkt alt: TAU
Ausflugpunkte  neu:  TABUM, GOGAS

Die alten Flugrouten führten westlich der A3 nach Hünstetten. Erst ab 1600 m Flughöhe war das Abdrehen nach Nordosten zulässig.
Die neuen Flugrouten sind ohne jegliche Anhörung des Fluglärmschutzbeauftragten, geschweige denn von Städten und Gemeinden entstanden. Sie führen global über den MTK und das bei Flughöhen von nur noch 1000 m.

Die neuen Flugrouten dienen ausschließlich der Vorwegnahme des geplanten Flughafenausbaus. Die europäische Neuordnung des Luftraums wurde benutzt, um klammheimlich, ohne weitere Genehmigungen die An-/Abflugkapazität zu erhöhen.

Alte Routen (Radarbild vom 8.10.2000)
(Rot = Abflug / Blau = Anflug)
        Neue Routen (Radarbild vom 19.4.2001)
(Schwarz = Abflug / Rot = Ankunft)
Vorher Nachher
Die Abflüge führen nach Nordwesten. Frühzeitiges Abdrehen erst ab einer Höhe von 1600 m.
Weniger als 10 Flieger pro Tag überfliegen Eppstein.
Die Abflüge drehen bei Breckenheim nach Nordosten. Die Mindestflughöhe beträgt nur noch 950 m.
160 Flieger pro Tag überfliegen Eppstein.
(Die Radarspur Aufnahmen sind Originalbilder der Deutschen Flugsicherung. Zur besseren Orientierung wurden nur die Autobahnen und die Eppsteiner Ortsteile weiß eingefärbt)
Gegenwart und Zukunft
Die Zahl der Flugbewegungen hat sich alle 10 Jahre um mehr als 100.000 erhöht. Mit der 4. Landebahn kann Fraport die Zahl noch einmal verdoppeln:
   Jahr    Anzahl Flugbewegungen/Jahr   

   1980              222.293
   1990              324.387
   2000              459.000
   2015              900.000 (möglich)
Die Zahl der über Bremthal abfliegenden Flugzeuge hat sich seit dem 19.4.2001 mehr als verzehnfacht (von weniger als 10 auf 140 bis 170 pro Tag).
Auch die Zahl der Nachtflüge nimmt stetig zu. Genaue Zahlen sind nur schwer zugänglich. Die vom Frankfurter Flughafen veröffentlichten Zahlen widersprechen den Zahlen des Verkehrsministers.
Das START Magazin von Fraport schreibt z.B.: "... gab ... Minister Posch bekannt: Zwischen 23 und 5 Uhr werden dann noch insgesamt durchschnittlich 41 Flugbewegungen zulässig sein." (Ausgabe: Extra Sommer 2001).
Gleichzeitig liest man in den Tageszeitungen: "Ministerpräsident Roland Koch (CDU) müsse sich fragen lassen, wie er ein Nachtflugverbot erreichen wolle, nachdem sein eigener Verkehrsminister per Bescheid 140 Nachtflüge habe festschreiben lassen." (Frankfurter Rundschau, 16.6.2001).
Folgen für Eppstein
Zunahme des Lärms:
Noch sind nicht alle Stadtteile gleich betroffen, aber wenn wir dem Frankfurter Flughafen keinen Einhalt gebieten ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir in Eppstein ähnliche Verhältnisse wie in den direkten Anrainer-Gemeinden haben.
Zunahme der Emissionen:
Es gibt wenig Forschungen zu diesem Thema - und noch weniger Messungen. Nur eins ist mit Sicherheit bekannt: 20 km südlich von uns trocknet keiner mehr seine Bettwäsche im Freien (siehe FAZ vom 19.11.2001).
Zunahme des Verkehrs:
Schon jetzt ist der Berufsverkehr auf der B455 quälend, da das Einzugsgebiet der Flughafen-Pendler bis weit hinter Limburg geht. Bei der durchschnittlichen Zuwachsrate der Arbeitsplätze um 3,6% pro Jahr ist der endgültige Verkehrskollaps in Eppstein vorprogrammiert.
Wertverluste:
Auch hier ist es zu früh um sichere Aussagen machen zu können. Aber auf der Internetseite der Stadt Eppstein kann man schon jetzt Anfragen von Familien nachlesen, die fragen ob man denn noch nach Eppstein ziehen kann. Es gibt erste Fälle in denen Makler wegen des Fluglärms einen Abschlag von 20% kalkulieren.



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