Ruhe ist in der heutigen Zeit, gerade hier im Rhein-Main-Ballungsgebiet, ein zu kostbares Gut, als daß wir es kampflos aufgeben würden !!!
Die politische Situation in Eppstein
Die Haltung der Stadt Eppstein ist nicht einheitlich.
Sie ist gegen die neuen Flugrouten aber nicht gegen den weiteren Ausbau.

Hier eine Chronologie:
Am 5. November 2001 bezog die Stadtverordnetenversammlung unmissverständlich Stellung (siehe SVV vom 05.11.2001).

Am 17. Dezember 2001 wurde der Rückwärtsgang eingelegt. Es fand sich keine Mehrheit eindeutig Stellung zum geplanten Fraportausbau zu nehmen (siehe SVV vom 17.12.2001).

Am 29. Januar 2002 stimmt Bürgermeister Wolter im Kreistag, trotz gegenteiligem Votum der Stadtverordnetenversammlung, gegen jede Ausbauvariante (siehe Kreistag am 29.1.2002).

Im Jahresrückblick 2001 ist das Thema für unseren Bürgermeister kein einziges Wort mehr wert (siehe EZ vom 3.1.2002 und Neujahrsempfang am 20.1.2002)..

Seitdem wird versucht das Thema Fluglärm auszusitzen und politisch tot zu schweigen.

So hat z.B. Fraport im Frühjahr 2002 erstmals bei einer geplanten Baumaßnahme in Eppstein (Rödelbergweg) darauf hingewiesen, daß es im Rahmen des Ausbaus zu einer "Veränderung der Lärmkonturen" kommen kann.
Diese Information wurde von der Stadt geheimgehalten und noch nicht einmal an die betroffenen Grundstücksbesitzer weitergereicht.

Am 20. Februar 2003 gibt unser Bürgermeister eine Pressemitteilung zum gewonnenen VGH-Prozess heraus, in der er unsere gestärkte Position wieder relativiert:
Ich denke, es kann nicht erwartet werden, dass wir in 30 km Entfernung von einem international bedeutenden Flughafen leben und vom Überflugverkehr gänzlich verschont bleiben. Das war nicht so, und so wird es auch nicht werden. Generell ist das auch vollkommen in Ordnung ...
[Anm. d. Red.: Immerhin haben wir in den letzten zwei Jahren eine Steigerung der Zahl der Überflüge von mehr als 150%]

Im Planfeststellungsverfahren Wartungshalle A-380 Juli/August 2003 gibt Eppstein keine Stellungnahme ab.

Im Dezember 2004 erfahren wir, dass die Unterlagen zur neuen Landebahn zwar im Raumordnungsverfahren ausgelegt wurden, wir aber zum Planfeststellungsverfahren offiziell nicht mehr angehört werden.
Wir schrieben sofort einen offenen Brief an den Regierungspräsidenten

Im Planfeststellungsverfahren Nordwest-Landebahn (Februar 2005) gibt Eppstein folgende Stellungnahme ab.
Hinweis: Es wurde uns vom Magistrat der Stadt Eppstein, unter Androhung "rechtlicher Schritte", verboten die Einwendung der Stadt Eppstein zu veröffentlichen.
Da unsere Leser sich also selbst kein Bild machen können, hier unser Kommentar:
Politisch ist die Einwendung für Eppsteiner Verhältnisse überraschend deutlich
· Es wird ein Nachtflugverbot von 22 - 6 Uhr gefordert
· Die Vorgehensweise des RP (Nichtauslegung in Eppstein) wird gerügt
· Eine Rückführung der Fluglärmbelastung auf die Werte vor dem 19.4.2001 wird gefordert
Doch leider ist in einem Planfeststellungsverfahren keine politische Stellungnahme gefordert, sondern die konkrete Betroffenheit muss dargelegt werden.
Entschärft wird dies jedoch dadurch, daß die Einlassungen der Stadt im Prozess der "Taunusschiene" ebenfalls zum Bestandteil der Einwendung gemacht wurden.



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