Ausbau Flughafen Rhein-Main
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Die Entwicklung des Frankfurter Flughafens seit 1935
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Der Moloch wächst

Der Generalausbauplan
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Zum Vergleich:
Das gesamte Ausbauprojekt soll den Frankfurter Flughafen um die Kapazität des Münchner Flughafens erweitern ! (Stand 2004).
Und das bei einem Flughafen in "bester Innenstadtlage" !

Im Norden die geplante Landebahn Nordwest
Länge von 2800 m, Breite von 60m, Abstand zur Nordbahn 1400m, zugelassen für Allwetterbetrieb [CAT III]

Im Südosten (Gelände der ehemaligen Airbase) das geplante Terminal 3
Kapazität mehr als 25 Mio. Passagiere pro Jahr mit 75 Flugzeugabstellpositionen).
Zusätzlich sind weiter Wartungs- und Frachtanlangen, Werkstätten, Parkplätze, ein Hotel und ein großes Einkaufszentrum geplant.
Für das Terminal soll der Autobahnanschluss Zeppelinheim erweitert werden.

Im Südwesten die geplante A380-Wartungshalle.
Ausbaustufe 1: Die neuen Flugrouten
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Am 19. April 2001 'beglückte' die DFS die Rhein-Main Region mit einem komplett neu
gestalteten Flugrouten-Konzept.
Über riesigen Teilen des Rhein-Main-Gebietes wurden neue Luft-Autobahnen installiert.
Besonders hart traf es den Taunus, der bisher von Fluglärmgeschädigten der ganzen Region als Zuflucht benutzt wurde.
Die offizielle Lesart war: EAM04 ist die Anpassung an die
europäische Luftraumstruktur.
Was die DFS verschwieg - und bis heute leugnet:
Im Rahmen dieser Umorganistion hat sie klammheimlich den Luftraum unter Vorwegnahme des Ausbaus (der zu diesem Zeitpunkt noch im
Planungszustand 'dümpelte'), auf die nach dem Ausbau notwendigen
120 Flugbewegungen/Stunde ausgebaut !!!
Und das unter fast vollständiger Umgehung der Fluglärmschutzkommission !!!
Der Hintergrund für diese Vorgehensweise ist klar:
Nur mit diesem hinterlistigen Überraschungs-Coup konnte das bewerkstelltigt werden,
da sonst in der Fluglärmschutzkommission viele Kommunen begriffen hätten,
was da auf sie zuklommt - und einen massiven politischen Widerstand organisiert hätten.
Ausbaustufe 2: Die neue Landebahn
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- Im November 1997 bricht Lufthansa-Chef Weber das Tabu "Kein Ausbau über den Zaun hinaus" und fordert eine weitere Bahn.
Dieses politische Versprechen wurde beim Bau der Startbahn-West gegeben.
Der Wald um den Flughafen wurde zum Bannwald erklärt.
- Während der Streit um die 4. Bahn noch längst nicht entschieden ist, denkt Fraport schon über die 5. Bahn nach:
Interview mit Christian Häfner, Leiter des Ausbauprogramms Flughafen (20.2.2004)

und ein paar Jahre später noch konkreter:

Nach dem Ausbau ist vor dem Ausbau (FAZ.NET vom 20.1.2007)
- Noch vor Abschluß der Mediation legt Koch sich auf die Nordwest-Variante fest:
Politische Festlegung auf die Nordwest-Variante (19.08.2000)
(Video Aufzeichnung der Pressekonferenz [40 min])
- Die Mediation
- Die Anhörung im Landtag
- Das Raumordnungsverfahren
- Das Risiko
- Der Terminplan
- Der Caltex Coup (21.10.2004)
- Das Planfeststellungsverfahren (1. Versuch)
- Der Landesentwicklungsplan
- Der Erörterungstermin (12.09.2005 bis 27.03.2006)
Siehe eigene Webseite
Der nächste Schritt im Planfeststellungsverfahren ist die RP Stellungnahme
(Siehe Stellungnahme RP zum Erörterungstermin 12.12.2006)

Zeitgleich mit dem Beginn des Erörterungstermins beginnt die Rodung des Bannwalds für die A380-Werft.
- Die vom VGH-Kassel erzwungene Akteneinsicht (05.01.2006)
Alle Akten, die der RP nur nach Gerichtsbeschluss rausrückte
- Fraport-Prognose fehlerhaft (22.05.2006)
Das ganze Verfahren ist eine Farce: Unabhängig von Fraport's Zahlengebilden, darf es nach einem einmal erfolgtem Planfeststellungsbeschluss, beliebig viele Flugbewegungen geben.
Trotzdem hat es Fraport mit seinen Lügen zu weit getrieben - die Flugbewegungsprognosen im Antrag sind einfach absurd. Dies wurde im Eröterungstermin deutlich klar.
Um das schlimmste abzuwenden, wurde jetzt die Bedarfsprognose 'leicht' erhöht.
- Fraport kauft weiteres Gutachten (09.08.2006)
Nachdem Fraport mit dem Umfragergebnis aus dem Jahr 2002 der Gesellschaft für Politik- und Sozialforschung mbH nicht zufrieden war, kaufte sie eine neues Gutachten bei TNS Infratest ein.
Das Timing ist perfekt gewählt, da nach der Sommerpause im hessischen Parlament über den Landesentwicklungsplan (LEP) abgestimmt werden muss.
- Hessische Regierung beschließt weiteren Erörterungstermin (07.11.2006)
Die hessische Landesregierung hat einen weiteren Erörterungstermin für Frühjahr 2007 anberaumt.
Das Risiko vor Gericht ein weiteres mal "den Kürzeren zu ziehen" wollte sie nicht eingehen.
Die Lügen von Fraport waren einfach zu groß, als daß sie der, von Koch eingesetzte, 12. Senat beim VGH in Kassel hätte durchgehen lassen können.
- Der selbsternannte "Hüter der Mediation" wird Chef vom DLR (22.11.2006)
Die reibungslose Zusammenarbeit von Herrn Wörner mit den Ausbau-Protagonisten war schon immer sehr erstaunlich.
Heute hat Herr Wörner dafür seine persönliche Ernte nach Hause gebracht.
- Bundesrat beschließt "Planungs-Beschleunigungsgesetz", das Koch vor einem Jahr auf den Weg gebracht hat. (24.11.2006)
Die hessische Landesregierung versucht schon lange alle Bürgerbeteiligungen auszuhebeln.
Dank Schwarz/Rot in Berlin wurde die hessische Initiative zur "Planungsbeschleunigung" heute im Bundestag beschlossen.
Damit ist ein weiterer Stein aus dem Weg geräumt: Der Sofortvollzug nach Planfeststellungsbeschluss "Eingeführt wird der gesetzliche Sofortvollzug für die Betriebsgenehmigung bei den Verkehrsflughäfen".
Auch für den zusätzlich notwendigen Erörterungstermin (siehe 7.11.2006) gilt schon die "beschleunigte" Variante.
- Regionalversammlung Südhessen beschliesst den Verzicht auf 340 Hektar Baugebiet wg. zu viel Lärm durch den Ausbau.
Das sind 30% der geplanten Zuwachsfläche der gesamten Rhein-Main-Region !!!
Siehe z.B. Bericht der Frankfurt Rundschau.
- Ticona geht (28.11.2006)
Fraport bezahlt 650 Mio. € für den Wegzug von Ticona.
- Stellungnahme RP zum Erörterungstermin (12.12.2006)
Das Regierungspräsidium hat alle Einwendungen und den Erörterungstermin zu einer Stellungnahme (1900 Seiten) zusammengefasst.
Der nächste Schritt im Planfeststellungsverfahren ist der überarbeitete Fraport Antrag. Diesmal sind es 65 Ordner. (Februar 2007)
- Der Planfeststellungsantrag der Fraport (2. Versuch)
- Der nächste Schritt im Planfeststellungsverfahren ist die zweite Offenlegung
(23.03. bis 23.04.2007)
- Der "Regionalplan Südhessen" und der "Regionale Flächennutzungsplan"
(Offenlegung: 02.05.2007 bis 01.08.2007)
Siehe eigene Webseite
- Das RDF veröffentlicht neue Lärmkarten für den Ausbaufall. (08.05.2007)
Siehe Pressemitteilung des RDF und
unsere besser bedienbare Version der RDF-Lärmkarten, z.Zt. leider aber nur im größtem Massstab.
- Von den Geheimverhandlungen bis zum Planfeststellungsbeschluss (18.12.2007)
Die seit Mai 2006 laufenden Geheimverhandlungen werden am 11. April 2007 durch eine Pressemitteilung vom BUND öffentlich.
Sie finden am 18.12.2007 in dem Planfeststellungsbeschluss (der politischen Baugenehmigung) und einem weiteren Wortbruch Koch's (Kein Ausbau ohne Nachtflugverbot) ihren unrühmlichen Abschluss.

Die Mediationsbeschlüsse sind alle vom Tisch, von der Stellungnahme des Regierungspräsidenten im Raumordnungsverfahren "Die Verwirklichung des Vorhabens in den Varianten Nordwest, Nordost und Süd, ist mit den Erfordernissen der Raumordnung nicht vereinbar
" redet keiner mehr,
in der gesetzlichen Nacht dürfen 150 geplante Flieger fliegen - und die Lufthansa wird dagegen klagen um die Zahl noch zu erhöhen.

So sieht Fraport's nachbarschaftlicher Dialog aus!

Die Geheimverhandlungen (01.04.2007 bis 17.12.2007)
- Der Planfeststellungsbeschluss
Am 18.12.2007 wurde er unterzeichnet.
Erst am 04.01.2007 wurde er ausgeliefert, damit die Klagen der Luftfahrtlobby
gegen die "nur" 150 Nachtflüge zwischen 22 und 6 Uhr erst nach der Hessenwahl (27.01.2008)
erfolgen können.

Vom Planfeststellungsbeschluss bis zur Landtagswahl (18.12.2007 bis 26.01.2008)
- Die Landtagswahl, die Waldbesetzung, die geplatzte Regierungsbildung
Am 27.01.2008 wurde in Hessen gewählt. Der Verlierer heisst: Roland Koch. Aber für Rot-Grün reicht es nicht - nur Rot-Grün-Rot würde gehen.

Zeitgleich mit der Fraport Hauptversammlung (28.05.2008) wird der Kelsterbacher Wald besetzt.

Am 04.11.2008 versucht Frau Ypsilanti Regierungschefin in Hessen zu werden. Dies vereitelten 4 SPD-Mitglieder am Vortag der Wahl.

Die Landtagswahl, die Waldbesetzung, die geplatzte Regierungsbildung (27.01.2008 bis 02.11.2008)
- Am 13.06.2008 wird das RDF beerdigt
Personalia:
- Geboren: 23.06.2000
- Gestorben: Zeitpunkt unklar, vermutlich war es schon eine Totgeburt
- Beerdigung: 13.06.2008 (10 Tage vor dem 8. Geburtstag)
- Lebenszweck: Befriedung der Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Main-Region

Alle Unterlagen zum RDF (Eigene Webseite)

Am 30.10.2008 bekommt der "Hüter der Mediation" als geplante letzte Amtshandlung des abgewählten Ministerpräsidenten Roland Koch, den
Verdienstorden.
(Dass die Wahl von Frau Ypsilanti 4 Tage später platzte, konnte Herr Koch nicht wissen)
F.A.Z. vom 31.10.2008 und
Hessischer Rundfunk vom 30.10.2008 (WMV, 1:41 min)
- 24.10.2008: Der Koalitionsvertrag
(Flughafen Frankfurt: Seite 77-79)
- 03.11.2008: Rot-Grün am Vortag der Wahl geplatzt
Am 03.01.2007 torpedierten 4 SPD'ler die für den Folgetag geplante Wahl einer rot-grünen Regierung.

Die geplatze Regierung, die Neuwahl (03.11.2008 bis 18.01.2009)
- 18.01.2009: Erneute Hessenwahl
Die SPD wird von zwei Seiten abgestraft: Von den einen weil sie den Versuch einer Rot/Grünen Koalition versucht hat, von den anderen weil sie sich zu dämlich dabei angestellt hat.
Ergebnis massive Verluste in Höhe von 16%.

Die CDU bleibt auf ihrem Tiefstand.

Die FDP und die Grünen gewinnen jeder ca. die Hälfte der SPD-Abwanderer.

Resultat: Eine schwarz/gelbe Koalition

2 Tage später beginnt Fraport mit der massivsten Rodung in der Geschichte Deutschlands.
An drei Stellen, im Norden (Nordwestbahn), im Südwesten (Umland um die A380-Halle) und im Süden (um den Radarturm), beginnt eine gnadenlose Waldzerstörung von mehr als 3 Mio. m2.

Der Rodungsbeginn (19.01.2009 bis 07.05.2009)
- 08.05.2009: Der symbolische Baubeginn
Am 08.05.2009 feiert Fraport eine Jubelfeier mit "Jubelpersern" (Unser Bericht)

Fast alle eingeladenen Bürgermeister lehnten die Einladung dankend ab und blieben der Veranstaltung fern.

Der Baubeginn und der VGH-Prozess (08.05.2009 bis 20.08.2009)
- 21.08.2009: Das VGH-Urteil
Am 21.08.2009 verkündet der VGH-Kassel sein Urteil - am 04.12.2009 erscheint die schriftliche Urteilsbegründung.

Das VGH-Urteil (21.08.2009 bis 04.12.2009)
- 05.12.2009: Die Zeit nach dem VGH-Urteil
Bis jetzt noch keine "besonderen Vorkommnisse".

Die Zeit nach dem VGH-Urteil (05.12.2009 bis ...)
Ausbaustufe 3: Die A-380 Wartungshalle
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Ausbaustufe 4: Das neue Terminal 3
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Derzeitiger Planungsstand ...
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...und ein Modell ...
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... und die Aussage von Günther Asendorf (Flughafenarchitekt), daß dieses Terminal eigentlich überflüssig ist:
80 Mio. Passagiere sind mit den bestehenden Terminals machbar.
09.12.2004: Alternativpläne
Wir sind im Web fündig geworden und haben Planungs-Alternativen aufgestöbert,
die noch mehr Kapazität bringen würden:
Die zugehörige Beschreibung lautet:
Aufgabenstellung in der 1. Phase war die Entwicklung eines städtebaulichen
Konzeptes für ein 430 ha großes Gelände südlich des bestehenden Flughafens,
frei werdend durch den Abzug der amerikanischen Streitkräfte. Inhalt der
Erweiterung war ein neues Terminal für weitere 25 Mio. Passagiere und 50
Flugzeug-Positionen mit dazugehöriger Infrastruktur, Parkhäuser, eine
kompletteCargo-City mit Frachtumschlag Flugzeug zu LKW, sowie Flugzeugwartungshallen.
In der 2. Phase war ein ausgearbeitetes Konzept für das Terminal auf Basis
eines detaillierten Programmes gefordert.
Das Entwurfskonzept sieht eine bandartige Gliederung und Zonierung der
städtebaulichen Struktur vor, um ein entsprechendes Wachstum vom
Kern ?dem Terminalgebäude? nach außen zu ermöglichen. Zur Aufwertung
des Gesamtgeländes und Orientierung innerhalb desselben wurde ein
zentraler Erschließungsraum als Parkgelände angelegt.
Der Terminal selbst ist ebenfalls linear aufgebaut, einzelne Funktionsbereiche sind durch sogenannte Canyons voneinander getrennt. Diese dienen
der vertikalen Erschließung und der Orientierung im Gesamtkomplex über die
verschiedenen Ebenen und dem optischen Raumerlebnis für den Nutzer.
Die Linearität ermöglicht auch ideales Wachstum in beliebigen Schritten auf
Land- und Luftseite, sowie Entflechtung der einzelnen Nutzungsbereichen.
Ausbaustufe 5: Die 'Airport-City'
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Der Schlüssel zu den irrwitzigen Ausbauplänen, in deren Folge
ein sechstel des kompletten Rhein-Main-Gebietes
mit Siedlungsbeschränkungen belegt wird:
Wer rechnen kann, hat sich schon seit langem gefragt, wie sich das
alles rechnet.
Die Antwort ist ganz einfach:
- Mit der Fiegerei wird gar kein Geld verdient

- Das Geld wird mit Immobilien und Pachtverträgen gemacht.
Die Fliegerei ist nur notwendig, damit Leute in die Einkaufsmeilen und Konferenzräume kommen.
Siehe Pressemitteilung der Fraport AG vom 24. April 2007.
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