Pressemitteilung IG-Ökoflughafen vom: 08.10.2004
Zusammenarbeit von Senckenberg und Fraport kritikwürdig
Die Interessengemeinschaft ökologischer Flughafen wendet sich gegen eine Zusammenarbeit des Senckenberg Museums mit dem Betreiber des Frankfurter Flughafen, der Fraport AG.
Zu den Zielen der Frankfurter Senckenberg-Gesellschaft gehöre es nach eigenem Verständnis die Vielfalt der Natur zu beschreiben, zu verstehen und zu bewahren. Die Fraport AG jedoch plane derzeit die Vernichtung von nahezu 200 ha wertvollsten Bannwalds, um den kompromisslosen Ausbau ihres Flughafens durchsetzen zu können. Insofern sei es völlig unverständlich, dass Senckenberg eine solche, ihren ureigensten Zielen widersprechende Allianz eingegangen sei.
Vier Wochen lang gestatte man der Fraport AG ein begehbares Rumpfsegment des Superjumbos A380 direkt vor dem Museum zu präsentieren. Darin stelle man unter anderem den A380 als ein umweltfreundliches Flugzeug vor.
Es ist aber kein Geheimnis“, so der Sprecher der Interessengemeinschaft, dass der A380 schon jetzt eine Spur der Verwüstung nach sich zieht“.
Wertvolle, alte Alleen in Frankreich, das schutzwürdige Mühlenberger Loch in Hamburg und auch 20 ha Bannwald im Süden des Frankfurter Flughafens gehörten zu den Opfern des A380. Senckenberg selbst habe in entsprechenden Gutachten die hohe Schutzwürdigkeit der in Frage kommenden Flächen bestätigt.
Weiterhin sei es fraglich, ob die vielen Versprechungen bezüglich des praktischen Betriebs des A380 überhaupt eingehalten werden können. Bezüglich der Lärmwerte, des Kerosinverbrauch und des Steigverhaltens haben wir erhebliche Zweifel“, so der Sprecher.
Die IG bittet alle Interessierten, ihren Unmut über diese widersprüchliche Zusammenarbeit durch die Teilnahme an einer angemeldeten Demonstration Ausdruck zu verleihen. Am kommenden Sonntag, den 10 Okt. 2004, um 13:00 Uhr, direkt gegenüber dem Senckenberg Museum.
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