Pressemitteilung NaturFreunde Hessen vom: 02.03.2005 Logo


Hundertausend Einwendungen gegen Flughafenausbau
Als einen großartigen Erfolg bezeichnen es die NaturFreunde Hessen, dass über 100.000 Einwendungen gegen den geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens bis zum Fristablauf beim Regierungspräsidenten in Darmstadt abgegeben wurden.

In einer beeindruckenden Aktion überreichten Vertreterinnen und Vertreter von über 60 Städten, Gemeinden, Landkreisen, von Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden einen Großteil der Einwendungen in Päckchen und Paketen verpackt oder bereits in Ordnern sortiert.

Die hohe Zahl an Einwendungen zeige die Kraft der Bürgerinnen und Bürger der Region gegen die Ausbauabsicht des Flughafenbetreibers Fraport. Mit dem Ausbau setze Fraport und die sie unterstützende Hessische Landesregierung die Gesundheit der Menschen in der Flughafenregion aufs Spiel, schränke ihre Lebensqualität, ihr Grundrecht auf freie Entfaltung massiv ein und entwerte ihr Eigentum, erklärte der Landesvorsitzende der NaturFreunde Hessen Jürgen Lamprecht. Weiter werde in unverantwortlicher Weise wertvoller Wald und damit Lebensräume für Tiere und Pflanzen unwiederbringlich zerstört. Ersatzflächen stünden im engeren Rhein-Main-Raum nicht im vergleichbaren Maße zur Verfügung. Ein Ausgleich entstünde allenfalls auf dem Papier, erklärte Lamprecht weiter. Auf jeden Fall käme er nicht der von dem Kahlschlag im Kelsterbacher Wald unmittelbar betroffenen Bevölkerung der Flughafenanrainergebiete zu gute.

Jetzt komme es darauf an, einerseits den politischen Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen und andererseits die Anhörung im Planfeststellungsverfahren gut vorzubereiten, um dort die schriftlichen Einwendungen noch zu verstärken.

Die NaturFreunde Hessen fordern angesichts der hohen Zahl der Einwendungen die Hessische Landesregierung mit ihrem Ministerpräsidenten Roland Koch auf, Ihre einseitige Position zugunsten eines Flughafenausbaus aufzugeben.


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