Pressemitteilung Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften vom: 23.03.2007
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Neuer Anlauf für DFS-Privatisierung
Chance für Single European Sky jetzt nutzen
Nach bekannt werden neuer rechtlicher Möglichkeiten, die Deutsche Flugsicherung zu privatisieren, plädiert der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) dafür, diese Möglichkeiten jetzt auszuschöpfen. Die DFS ist ein unverzichtbarer Teil im Luftverkehrsmanagement. Mit ihrer Flexibilisierung wird die Sicherheit weiterhin oberste Priorität behalten. Gleichzeitig kann sowohl die Wettbewerbsfähigkeit am Luftverkehrsstandort Deutschland als auch der Umweltschutz gestärkt und ausgebaut werden.

Der BDF ist sich bewusst, dass die für die Privatisierung notwendige Verfassungsänderung keine einfache politische Entscheidung darstellt. „Da eine Änderung des Grundgesetzes aber entscheidend ist für die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Flugsicherung, sollte dieser Weg beschritten werden“, sagte die BDFGeschäftsführerin, Tanja Wielgoß, und verwies auf das Rechtsgutachten des Frankfurter Staatsrechtlers Prof. Joachim Wieland, das in der kommenden Woche vor dem Verkehrsausschuss des Bundestages erörtert werden soll.

Der BDF nennt zwei wesentliche Argumente. Zum einen kann die DFS nur Effizienzressourcen freilegen, wenn sie nach privatwirtschaftlichen Kriterien und unternehmerisch frei arbeitet. Das ist bisher nicht möglich. Seit Jahren beweisen die Fluggesellschaften, dass Kostenreduktionen zum Wohle der Branche zu leisten sind. Durch eine mehrheitliche Privatisierung mit einhergehender Regulierung wird auch die DFS zeigen, dass sie unter Einhaltung einer Preisobergrenze mit günstigeren Flugsicherungsgebühren und absehbaren Personalkosten produktiver und sparsamer wirtschaften kann.

Zum anderen ist die Schaffung des Single European Sky wesentliches Motiv zur rechtlichen Neuaufstellung der DFS. „Nur wenn die nationalen Flugsicherungen ihre Kompetenzen verknüpfen, kann ein gemeinsamer, sicherer Luftraum über Europa entstehen“, erläuterte Wielgoß. „Länderübergreifende Luftraumblöcke sind mit einer bundeseigenen Verwaltung nicht umsetzbar.“ Dabei ist der Single European Sky auch aus ökologischer Sicht zu empfehlen. Der Flugbetrieb würde erheblich gestrafft, so dass die Airlines nicht nur kürzer sondern auch umweltverträglicher fliegen würden. Der CO2-Ausstoß der Flugzeuge kann dann um bis zu 12 Prozent reduziert werden.


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