Pressemitteilung: 23. Juni 2008
Flughafen Frankfurt: Bannwald schützen statt abholzen
Zu den so genannten vorbereitenden Maßnahmen, die die Flughafenbetreibergesellschaft Fraport im Kelsterbacher Wald begonnen hat, erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
Dass Fraport mit vorbereitenden Maßnahmen im Kelsterbacher Wald für den Bau einer vierten Landebahn am Frankfurter Flughafen begonnen hat, zeigt: Hier sollen Fakten geschaffen werden.
Die Fraktion DIE LINKE. verurteilt dieses Vorgehen und lehnt den Flughafenausbau ab. Geht es nach dem Willen der Fraport, werden noch in diesem Jahr 250 Hektar Mischwald gerodet, um vierte Piste zu bauen. Besonders empörend ist es, dass es sich hierbei um besonders geschützten Bannwald und ein Schutzgebiet nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie handelt“.
Der Ausbau des Frankfurter Flughafens sei eine falsche Weichenstellung: Sie stehe für die Förderung des Klimakillers Flugverkehr und die Zerstörung eines wichtigen Naherholungsgebiets, so Schott.
Die Fraktion DIE LINKE. begrüßt die Aktionen der Umweltaktivisten von Robin Wood, die seit dem 28. Mai aus Protest gegen den Bau der Landebahn Bäume im Kelsterbacher Wald besetzt halten. Eine Kapazitätssteigerung von jetzt 500.000 auf mindestens 700.000 Flugbewegungen jährlich im Fall eines Ausbaus ist den Menschen in der ohnehin schon stark belasteten Region nicht zuzumuten.“
Am Donnerstag, 26. Juni ab 13 Uhr werden die Abgeordneten Marjana Schott, Hermann Schaus und Willi van Ooyen als Fraktion vor Ort“ die Umweltaktivisten im Kelsterbacher Wald besuchen, um die Unterstützung der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag noch mal zu verdeutlichen.
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