Pressemitteilung: 18. Februar 2009
Machtdemonstration gegen Widerstandscamp im Kelsterbacher Wald
Zu der während der Regierungserklärung des Hessischen Ministerpräsidenten Koch stattfindenden Räumung des Widerstandscamps im Kelsterbacher Wald, erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
Das haben sich die Damen und Herren von der Hessischen Landesregierung von CDU/FDP
fein zu Recht gelegt. Kaum fest im Sattel wird das Hüttendorf im Kelsterbacher Wald von der
Polizei geräumt - symbolträchtig am Tage der Regierungserklärung des Herrn Koch, in der er
von der "Wahrung der Schöpfung" im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Politik auf allen
Ebenen für Hessen spricht. Wie nachhaltig ist es, für das ökonomisch, ökologisch und infrastrukturell
unsinnige Projekt Flughafenausbau Rhein-Main einen Bannwald zu opfern, den
Menschen in der Region das Leben durch noch mehr Fluglärm und Schadstoffbelastungen zu
erschweren?“
Die Abgeordneten Barbara Cárdenas, Willi van Ooyen, Hermann Schaus und Marjana Schott
sind vor Ort, um die Solidarität der Fraktion mit den Campbewohnerinnen und –bewohnern
und die Ablehnung dieser Räumungsaktion zu bekunden.
DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag, fordere die Verantwortlichen erneut auf, die Entscheidung
in den ausstehenden 260 Hauptsacheverfahren abzuwarten. Es bestehe kein
Handlungsbedarf, das Hüttendorf zu räumen!
Schaus: Wir unterstützen die Initiative der Kelsterbacher Bürgerinnen und Bürger, des Verkauf
des Bannwaldes an die Fraport per Bürgerentscheid zu verhindern und den Widerstand
gegen das unsinnige Projekt aufrecht zu erhalten.“ DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag
danke den Bewohnerinnen und Bewohnern des Camps für ihren großartigen Einsatz im
gewaltfreien und demokratischen Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens.
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