Koalitionspapier vom 13. Oktober 2009 Logo


Stand der Koalitionsverhandlungen
Entwurf AG Wirtschaft

Präambel (Soziale Marktwirtschaft weiterentwickeln)
Unsere wirtschaftspolitische Leitlinie ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie greift weit über ökonomische Ziele hinaus, ist ein unverzichtbarer Teil einer freiheitlichen offenen Gesellschaft.

Wir achten, schützen und verteidigen die Wirtschaftsordnung der Sozialen Marktwirtschaft mit aller Kraft. Das System der Sozialen Marktwirtschaft hat nicht nur zu großem Wohlstand breiter Bevölkerungsgruppen, sondern auch zu einem einmaligen sozialen Frieden in der Bundesrepublik Deutschland geführt. Die Ordnungspolitik setzt in der Sozialen Marktwirtschaft die Rahmenbedingungen. Deren oberstes Ziel muss sein, dass Bürger und Unternehmen ihre produktiven Kräfte entfalten können. Dabei ist es eine Daueraufgabe des Staates, diesen Ordnungsrahmen den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen anzupassen und zu verbessern.

Das freie wirtschaftliche Handeln der Bürger ist die Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft und der Motor für Wachstum und Wohlstand. Es bleibt eine Daueraufgabe, den Ordnungsrahmen der Sozialen Marktwirtschaft den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen anzupassen und ihn zu verbessern. Jeder Arbeitnehmer und jeder Unternehmer, der mit seiner täglichen Arbeit den Unterhalt für sich, seine Familie und über Steuern und Abgaben für sozial Benachteiligte sichert, schafft Wohlstand und Sicherheit für alle.

Zur Bewältigung der Wirtschaftskrise verfolgen wir eine Wirtschaftspolitik, die auf Stetigkeit, Solidität und Verlässlichkeit ausgerichtet ist. Sie verbessert die Beschäftigungs- und Investitionsbedingungen nachhaltig, um den Wachstumspfad zu stärken. Gefordert ist deshalb eine Wirtschaftspolitik, die den Unternehmen wieder mehr Freiräume verschafft und die es ihnen ermöglicht, im globalen Wettbewerb des 21. Jahrhunderts eine Spitzenposition einzunehmen. Wir brauchen eine Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft im globalen Kontext. Der Staat muss seine ordnende Funktion stetig fortentwickelt und die private Wirtschaft ihrer Verantwortung für Wachstum und Beschäftigung gerecht werden.

Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise
Die Weltwirtschaftskrise erforderte eine vorübergehende stärkere Rolle des Staates. Jetzt muss mit einer Exit-Strategie begonnen werden. Die Beteiligung des Staates an Wirtschaftsunternehmen und Finanzinstituten ist so eng wie möglich zeitlich zu begrenzen. Dafür bedarf es eines durchdachten Ausstiegsszenarios.

Um diesen Prozess optimal zu gestalten, beruft die Bundesregierung einen Expertenrat, der eine Zeitablaufplanung entwirft. Diese muss Flexibilitätspuffer enthalten, um die Entwicklung auf den internationalen Kapitalmärkten zu berücksichtigen.

Wettbewerb

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