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Pressemitteilung: 08. Januar 2010
DIE LINKE fordert Studie zu den Gesundheitsschäden durch Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet
In Flörsheim stellte am gestrigen Donnerstagabend auf Einladung des „Vereins zum Schutz der Lebensqualität in Flörsheim“ Professor Eberhard Greiser wichtige Ergebnisse seiner Studie zu Gesundheitsschäden durch Fluglärm vor. Dazu erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Die Studie belegt einen dramatischen Anstieg von Schlaganfällen und Herzerkrankungen aufgrund der Belastungen durch Fluglärm. Die Brustkrebsrate der untersuchten Frauen steigt um erschreckende 200 Prozent. Was für die Anwohner rings um den Köln-Bonner Flughafen gilt, lässt sich auch auf Frankfurt übertragen. Da hier das Flugaufkommen deutlich über dem im Raum Köln- Bonn liegt, geht Greiser sogar von noch höheren Krankheitszahlen aus.“

DIE LINKE setze sich dafür ein, dass für das Rhein-Main-Gebiet eine Studie mit den Qualitätsstandards, wie sie bei Greiser zu finden sei, erarbeitet werde. Sie müsse von Greiser oder anderen unabhängigen Wissenschaftlern erstellt werden, so Schaus, damit nicht nochmals eine Gefälligkeitsarbeit wie die Frankfurter Studie Fluglärm und Gesundheit entstehe, die zu vollkommen irreführenden Ergebnissen gekommen sei. Nach Aussagen Greisers beträgt die Erarbeitungszeit einer solchen Studie ein Jahr und würde ca. 500.000 Euro kosten.

Schaus: „Die benötigten Daten von den Krankenkassen und den Kommunen können sehr schnell zur Verfügung gestellt werden, wenn die Hessische Landesregierung zur Mitarbeit bereit ist. Es ist erschreckend, dass diese auf die erschütternden Ergebnisse bisher jedoch nicht reagiert hat.

DIE LINKE ist davon überzeugt, dass mit einer solchen Untersuchung für das Rhein-Main-Gebiet die planfestgestellte Nachtflugregelung der Landesregierung in keiner gerichtlichen Instanz mehr eine Chance hätte. Auch über die von uns geforderte Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr müsste neu nachgedacht werden.

Offenbar ist gesellschaftlicher Druck vonnöten, damit Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und Wirtschaftminister Dieter Posch (FDP) das Thema nicht länger totschweigen können.

DIE LINKE wird zu dem Thema einen Antrag in den Hessischen Landtag einbringen.“


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